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Die neuen Pläne, soweit sie bekannt sind, stellen für die Faninitiative Weserstadion eine neue Situation dar. Wir möchten auf verschiedene Aspekte eingehen und müssen dabei leider betonen, dass wir uns in unserer Einschätzung bisher nur auf Medienberichte stützen können.

1. Die Finanzierung des Umbaus wird anders aussehen müssen als bisher geplant. Es gibt keine 8000 neuen zahlenden Zuschauer, die das Geld wieder einfahren. Zwar wird derzeit gesagt, dass durch neue Logen und Mehreinnahmen beim Catering auch mehr Geld eingenommen wird; es erscheint uns aber fraglich, wie weit man damit kommt. Wir befürchten, dass der Umbau unter anderem durch massive Preiserhöhungen bezahlt werden könnte. Das lehnen wir ab. Gerade für jüngere oder sozial schlechter gestellte Fans muss Fussball bezahlbar bleiben. Ein Umbau in eine luxuriös ausgestattete Arena, bei dem die genannten Fans auf der Strecke bleiben, ist nicht akzeptabel und würde dem SV Werder schaden. Es wird oft betont, dass das “SV” im Vereinsnamen auch für “soziale Verantwortung” stehe. Wir erwarten, dass der Verein diesem Anspruch auch beim Umbau des Weserstadions gerecht wird.

Einen Verkauf des Stadionnamens lehnen wir selbstverständlich weiterhin ab.

2. Wir befürchten durch das Heranziehen der Kurven einen Verlust von Stehplätzen. Das Gegenteil ist wünschenswert: Fussball braucht Stehplätze und zwar soviele wie möglich. Bei dem grossen Zuschauerinteresse an unserem Verein stellen Stehplätze auch die beste Möglichkeit dar, möglichst vielen Menschen einen Stadionbesuch zu ermöglichen. Einen Abbau von Stehlätzen zugunsten von Logen und Sitzplätzen darf es nicht mehr geben. Zusätzliche Stehplätze in der Westkurve wären eine Möglichkeit.

3. Der Umbau der Kurven bringt viele unserer Forderungen wieder neu ins Spiel, nachdem das zuletzt kein Thema mehr war. Wir denken dabei z.B. an unsere Forderung nach weniger Wellenbrechern, niedrigen Zäunen und mehr sanitären Anlagen.

4. Die Flutlichtmasten als Charakteristikum bleiben bestehen. Darüber freuen wir uns natürlich sehr.

5. Zuletzt fand sich beim Verein niemand, der mit uns über die Umbaupläne sprechen wollte. Wir hoffen, dass sich das bald ändert und die Fans wieder mehr im Focus der Planer stehen. Wünschenswert wäre dabei nicht nur ein Treffen zur Information, sondern auch die Möglichkeit für Interessierte, sich mit uns aktiv in die Gestaltung des Weserstadions einzubringen.

1 Kommentar »

Kommentar von Michiol

Tja, dass ist schon sehr traurig. Wenn ich jetzt lese, dass nicht mal mehr jemand von Werder mit den Fans sprechen möchte, dann zeigt es ja was die Werder-Fans dem Verein bedeuten.
Kann nur hoffen, dass unsere Geschäftsführung selber mit aller Macht versucht im Hintergrund noch die “große” Lösung zu verwirklichen und deshalb momentan nicht mit den Fans darüber sprechen möchte. Ansonsten wäre es doch schon sehr traurig, wenn man mal siehst wie in anderen Vereinen Deutschlands Fans aktiv eine Rolle bekommen.

Posted on 16. März 2008 at 18:30

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