Neues zur Ostkurve 

Abgelegt unter: Allgemein on Montag, Juni 7th, 2010 by Joinsen | 2 Kommentare

Erstmals seit fast einem Jahr hatten wir kurz nach Pfingsten zusammen mit einem Mitarbeiter des Fanprojekts und Vertretern des Fanclub-Dachverbands endlich wieder ein Gespräch mit Manfred Müller (inzwischen offiziell nur noch in Beraterfunktion für den Umbau tätig) und Wilfried Rehling (Bremer Weser-Stadion GmbH). Wir erhielten neueste Informationen über den Stand der Dinge in Sachen Stadionumbau und konnten einzelne fanrelevante Themen ausgiebig diskutieren:

  • Es gibt mittlerweile einigermaßen genaue Angaben darüber, wie viele Plätze die neue Ostkurve bieten wird. Im Unterrang werden bei Ligaspielen über 7.600 Fans stehen können, das bedeutet einen erfreulichen Zuwachs von rund 1.100 Stehplätzen! Im Oberrang werden 3.500 Fans Platz finden, die Logen fassen 900 Besucher. Mit insgesamt rund 12.000 Fans wird die Ostkurve (außer bei internationalen Spielen) somit im neuen Stadion die Tribüne mit der höchsten Kapazität sein.
  • Das von uns immer wieder eindringlich geforderte Vario-System bei den Stehplätzen nach Vorbild des Volksparkstadions wird nun leider definitiv nicht umgesetzt. Das schlagende Argument der Bauherren und Betreiber des Weserstadions sind die höheren Kosten: In der Anschaffung sei dieses System rund 300.000 € teurer. Hinzu kämen Mehrkosten in Höhe von 10.000 bis 15.000 € bei jeder einzelnen Umrüstung zwischen Europacup- und Bundesligaspiel. Außerdem sei mit schnellerem Verschleiß und höheren Ersatzteilkosten zu rechnen. Diesen Zahlen können wir Forex Trading leider keine eigenen Berechnungen entgegensetzen. Allerdings wäre es natürlich ein schönes Zeichen der Wertschätzung für die Fans auf den Stehplätzen gewesen, wenn Werder die im Vergleich zu den Gesamtbaukosten ja nun nicht gerade astronomisch hohen Mehrkosten nicht gescheut hätte. So wird es nun leider bei den Klappsitzen mit einengenden Wellenbrechern in jeder Reihe bleiben. Neu ist, dass es zwischen zwei Klappsitzreihen nun immer eine Zwischenstufe im Boden geben soll.
  • Die freie Sicht aufs Spielfeld, die in den vordersten Reihen bisher durch die hohen Werbebanden stark eingeschränkt ist, wird künftig wohl gegeben sein. Dies liegt einerseits an der nun kürzeren Entfernung zum Spielfeld und dem dadurch geänderten Blickwinkel aufs Spielfeld. Andererseits setzt Werder sich dafür ein, dass mittelfristig niedrigere (LED-)Banden angeschafft werden. Ein Ballfangnetz in der Ostkurve sei aufgrund der Richtlinien des DFB und drohender Sanktionen bei Becherwürfen etc. aber unumgänglich. Es wird allerdings ein variables und möglichst transparentes Netz eingebaut – vielleicht lässt sich da mittelfristig noch was machen.
  • Mit den vorderen Begrenzungen der beiden Ostkurvenränge können wir Fans nach derzeitigem Stand nur unzufrieden sein. Im Oberrang wird (auch aufgrund langfristiger Vermarktungsverträge) nach wie vor Werbung angebracht sein, so dass dort auch weiterhin keine Zaunfahnen aufgehängt werden dürfen. Ebenfalls aus Vermarktungsgründen sei eine grün-weiße Farbgebung der Werbung und der Beschilderung nicht machbar. Im Unterrang können zwar Zaunfahnen angebracht werden – allerdings an einem nunmehr 2,20 m hohen Metallzaun! Dies widerspricht vorherigen Angaben, man wolle sich dafür einsetzen, dass der Zaun jedenfalls nicht höher als die bisherigen 1,80 m wird. Grund sind wiederum die Sicherheitsrichtlinien von DFB und DFL. Dies ist für uns ausgesprochen enttäuschend, zumal immer wieder behauptet wird, dass vorbildliches Verhalten auf Seiten der Fans belohnt werde. Im Weserstadion ist trotz (oder gerade wegen?) eines verhältnismäßig niedrigen Zauns jahrelang nichts passiert – kein Platzsturm, kein Pyro, keine Ausschreitungen. Wir werden uns zusammen mit dem Fan-Projekt bei den dafür zuständigen Instanzen dafür einsetzen, dass diese Fans nicht in einen Käfig gesperrt werden. Die einschlägigen Richtlinien sehen ausdrücklich die Möglichkeit vor, dass der DFB den Platzverein auf dessen Antrag hin „in begründeten Ausnahmefällen unter Berücksichtigung der jeweiligen Gegebenheiten“ von einzelnen Vorschriften befreien kann.
  • Mit dem Umbau wird weitgehende Bewegungsfreiheit im gesamten Stadion sichergestellt. Insbesondere wird es möglich sein, dass Stehplatzfans ihre Freundinnen und Freunde im Pausentreff des Oberrangs besuchen und umgekehrt. Außerdem gibt es zumindest baulich einen freien Umlauf ums ganze Stadion in Höhe des Unterrangs. Hier muss allerdings noch das Okay der Feuerwehr abgewartet werden, vor allem die relativ enge Südtribüne könnte hier für Probleme sorgen.
  • Möglichkeiten einer Gestaltung der neuen Räume hinter der Ostkurve durch die Fans werden geprüft, sobald diese Räume stehen. Grundsätzlich zeigten sich Müller und Rehling jedenfalls wohlwollend.
  • Bei den Planungen wurden bereits professionelle Bauakustiker einbezogen, um bestmögliche Voraussetzungen für eine tolle Stadionatmosphäre zu schaffen.
  • Ein elektronisches Einlass- und Zahlungssystem ist in Planung, wird allerdings frühestens im Sommer 2011 umgesetzt. Werder erhofft sich davon vor allem eine Zeitersparnis an den Toren und den Kiosken, was vor allem im Catering-Bereich zu mehr Umsatz führen soll. Ziel ist, dass man es – auch aufgrund der deutlich größeren Zahl von Verkaufskiosken und sanitären Anlagen – in der Halbzeitpause schaffen kann sowohl zur Toilette gehen als auch etwas zu essen und zu trinken kaufen zu können. Wir haben darauf gedrängt, dass zumindest die Gästefans weiterhin ihr Bier in bar bezahlen können.
  • Bis Ende November wird es im Unterrang der Ostkurve nur provisorische Toiletten und Kioske geben. Der Ostkurvensaal wird gegen Ende September wieder zur Verfügung stehen. Der Saal selbst gewinnt durch den Umbau etwas zusätzliche Fläche, im Gegenzug ragen aber künftig zwei tragende Wände in den Bereich des Saals hinein. Direkt vor dem Eingangsbereich des OKS (genauer gesagt vor den Fenstern des Bürotrakts des Fanprojekts) wird voraussichtlich eine Fluchttreppe enden, über die man im Notfall vom Umlauf der Ostkurve ins Freie gelangen kann.

Alles in allem gibt es zwar durchaus Grund zur Freude: Mehr Steh- und Sitzplätze in der Ostkurve, eine ordentliche Akustik, ein größerer Ostkurvensaal, große Bewegungsfreiheit und Gestaltungsmöglichkeiten im Pausentreff. Doch es wird leider nicht die ideale Ostkurve, die wir uns gewünscht haben. Vor allem mit der Nichteinführung eines besseren Variosystems wird eine einmalige Chance verpasst – wir werden wohl für immer in diesen Legebatterien stehen müssen. Die Gründe sind wirtschaftliche, auf die wir keinen Einfluss haben und denen auch die Weser-Stadion GmbH unweigerlich folgt. Ebenfalls ökonomische Argumente verhindern Zaunfahnenplätze im Oberrang und eine grün-weiße Farbgebung unseres Stadions. Einen kleinen Hoffnungsschimmer sehen wir noch in Bezug auf die Regularien von DFB und DFL. Hierauf werden wir nun unsere Arbeit in den kommenden Wochen konzentrieren.

Keine Neuigkeiten gibt es unsererseits übrigens zum sicher nicht weniger interessanten Thema der künftigen Ticketvergabe zu vermelden. Hierzu wird es demnächst noch Gesprächsrunden in anderer Zusammensetzung und mit anderen Verantwortlichen geben.

Neuigkeiten und Diskussionen 

Abgelegt unter: Allgemein on Sonntag, Juli 12th, 2009 by Joinsen | 2 Kommentare

Letzte Woche hatten wir Gelegenheit, uns mit Wolfgang Rehling (Weser-Stadion GmbH) und Thorsten Nagel (Procon Ingenieurgesellschaft) über den Umbau des Weserstadions auszutauschen. Aktuell wird ja gerade die Westkurve umgebaut, und diese bildete auch den Kern unseres Gesprächs.

Herr Nagel führte uns die Bauzeichnungen vor, die für diesen Teil des Stadions naturgemäß inzwischen sehr genau sind. Die Westkurve wird auf dem Niveau des Unterrangs einen großen Gastronomiebereich mit Aussicht Richtung Weser und Osterdeich besitzen und über umfangreiche sanitäre Anlagen verfügen. Die Anzeigetafeln werden nicht mehr hinter den Fans stehen, sondern vor den beiden Kurven unter dem Dach hängen. Aus Fansicht erschien uns vor allem eine gute Planung in Sachen Gästeblock wichtig. Dieser wird wieder in der Westkurve in Richtung Nordgerade liegen, allerdings werden anders als bisher alle Gäste im Oberrang stehen beziehungsweise sitzen. Sie werden in einem abgeriegelten Bereich zu ihrem Block geführt. Dieser lässt sich von knapp 1000 Plätzen auf bis zu knapp 4000 Plätze erweitern, indem der Trennzaun zu den Werderanhängern immer weiter Richtung Südgerade verschoben wird. Nach vorne hin soll auf hohe Zäune verzichtet werden, lediglich ein Fangnetz soll im Falle eines Falles Wurfgegenstände aufhalten. Wie auch bei den Fangnetzen hinter den Toren bemühe man sich hier aber um eine variable und möglichst durchsichtige Lösung.

Es gibt aber auch einen Aspekt, in dem wir mit der bisherigen Planung eher unzufrieden sind: Steh- und Sitzplatzbereich im Gästebereich sollen nicht nebeneinander, sondern hintereinander liegen: Vorne wird es zunächst einige Sitzreihen geben, dahinter dann der Stehplatzbereich. Obwohl wir deutlich machten, dass wir mit solchen Arangements (in Dortmund und Hoffenheim) bisher nur schlechte Erfahrungen (Streit um (Sitz-)Plätze und Fahnenplätze, Sitzer als Stimmungsbremse etc.) gemacht haben und diese unweigerlich auch in Bremen auftreten werden, sind die Planer von dieser Lösung ausgesprochen überzeugt und wollen dabei bleiben. Eventuell sollen nun aber die Sitzplätze in Form von Variositzen installiert werden, damit man gegebenenfalls noch zurückrudern kann.

Bezüglich der Ostkurve besprachen wir vor allem das Thema Variositze, das uns besonders am Herzen liegt. Unser Vorschlag, das selbe System wie in Hamburg zu verbauen, weil es mit weniger Wellenbrechern auskommt und daher nicht so einengend wirkt wie das aktuelle System, wurde zwar durchaus gehört und in Erwägung gezogen. Nach Auffassung der Planer verursache jenes System aber erhebliche Mehrkosten. So sei beispielsweise der Umbau bei jedem internationalen Spiel erheblich teurer, und die Sitze gingen relativ schnell kaputt. Daher soll es nach aktuellem Stand nicht eingebaut werden. Da wir mehrfach betonten, wie wenig zufriedenstellend das aktuelle System ist und welch große Chance wir in dem bevorstehenden Umbau sehen, versprach Herr Nagel, nochmals alle Möglichkeiten mit allen Beteiligten zu erörtern. Wir werden in dieser Sache jedenfalls weiter auf eine fanfreundliche Lösung drängen und zur Frage der angeblichen Mehrkosten Erkundigungen einholen.

Es gibt zwar bereits Pläne zur Ostkurve, diese sind aber noch eher grob. Das hat zwei Folgen: Zum einen konnten wir nur wenig über konkrete bauliche Details reden. Wir merkten an, dass wir Fans uns wie bisher Lagerräume unter den Rängen wünschen, dass die Zäune niedrig bleiben sollen und dass der Fanszene Möglichkeiten bei der Gestaltung der Pausentreffs gegeben werden sollen. Im Einzelnen sollen diese und andere Punkte bei einem weiteren Treffen besprochen werden. Auf der anderen Seite sind für die Ostkurve auch noch keine wirklich detaillierten Informationen weiterzugeben. Die Kapazität des Unterrangs wird durch die Verlegung des Spielertunnels in Richtung Südgerade wohl leicht ansteigen. Wie auch in der Westkurve soll es einen vergrößerten Gastronomiebereich hinter dem Unterrang geben, dazu kommen neuerdings auch Gastronomie und Toiletten hinter dem Oberrang. Die Aufteilung der Blöcke ist noch nicht festgelegt.

Es gab leider einige Punkte, bei denen die mit den Planungen betrauten Ingenieure uns wenig Auskunft geben konnten, weil sie nicht direkt ihren Planungsbereich betreffen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die Gestaltung von Banden beziehungsweise potentiellen Fahnenplätzen und die Frage, inwiefern der baulich gegebene freie Stadionumlauf an Spieltagen tatsächlich frei nutzbar ist. Wir hoffen, dass bei künftigen Gesprächen auch wieder Verantwortliche des SV Werder beteiligt sind, die hier verbindlich Auskunft geben können.

Kommerzialisierung der Namenwelt 

Abgelegt unter: Allgemein on Dienstag, Juli 1st, 2008 by Bonde | Keine Kommentare

Unter diesem Titel schreibt die FAZ über einen Kulturwissenschaftler, der sich mit dem Phänomen der Namensänderungen auseinandergesetzt hat, und das ist lesenswert.

Im Kreis der Fans und Freunde des Fußballs wurden die kommerziellen Innovationen jedenfalls weithin negativ aufgenommen. Weil Namen eben für Identität und Sicherheit stehen, wollten sich viele Sympathisanten nicht mit den Umbenennungen anfreunden. Zu offensichtlich wurden hier emotional und sozial aufgeladene Traditionen und Werte, die in Namen kondensierten, allein durch Neuerungen unter Profitgesichtspunkten ersetzt. Besonders eindrücklich verkörperten sich diese erhitzten Diskussionen in den ironischen Alternativnamen, die von einfallsreichen Fußballfreunden erwogen wurden. Erinnert sei in dieser Hinsicht auch an einen Reporter, der die Namenskommerzialisierung lediglich resigniert kommentierte: „Wenn die Eckfahne Nutella-Fahne heißt, höre ich auf.“

Pressemitteilung der Faninitiative Weserstadion 

Abgelegt unter: Allgemein on Freitag, April 11th, 2008 by Bonde | 2 Kommentare

Pressemitteilung der Faninitiative Weserstadion zu den neuen Umbauplänen des SV Werder

Der SV Werder Bremen hat heute die neuen Pläne für den Umbau des Weserstadions vorgestellt. Dabei wurde gegenüber den ursprünglichen Ankündigungen deutlich abgespeckt, insbesondere wird es zu keiner Kapazitätserhöhung kommen.

Dennoch halten wir die neuen Planungen überwiegend für gut. Zunächst begrüßen wir, dass die Flutlichtmasten als Wahrzeichen der Stadt erhalten bleiben und das Weserstadion seinen angestammten Namen behält.

Außerdem war es uns Fans wichtig, dass die Kurven näher an das Spielfeld rücken und so mehr Stimmung von den Rängen auf den Platz gelangen kann. Wir hoffen, dass Werder zusammen mit uns Fans in Zukunft dafür sorgen wird, dass der erwünschte positive Effekt auch tatsächlich eintritt, indem die Kurve fanfreundlich gestaltet wird. Dazu gehört eine gute Akustik, eine gute Sicht auf das Spielfeld, die Möglichkeit von Choreographien und die Entfaltung von Fankultur. Wir fordern Werder auf, das bisherige einengende Sitzplatzsytem im Ost-Unterrang nach dem Vorbild anderer Stadien durch eines zu ersetzen, das den Fans mehr Bewegungsfreiheit einräumt.

Lobenswert ist schließlich die Ankündigung des Vereins, den Ausbau nicht durch Preiserhöhungen bei normalen Steh- und Sitzplätzen zu finanzieren. Wir hoffen, dass es dabei bleibt und dass die Spiele unseres Vereins auch in Zukunft für Menschen aller sozialen Schichten zugänglich sind.

Wir hoffen, dass der Verein weiterhin den Kontakt zu den Fans sucht und sie in den Umbau ihres “Wohnzimmers” einbindet.

Weiter geht´s 

Abgelegt unter: Allgemein on Samstag, März 15th, 2008 by Bonde | 2 Kommentare

Die neuen Pläne, soweit sie bekannt sind, stellen für die Faninitiative Weserstadion eine neue Situation dar. Wir möchten auf verschiedene Aspekte eingehen und müssen dabei leider betonen, dass wir uns in unserer Einschätzung bisher nur auf Medienberichte stützen können.

1. Die Finanzierung des Umbaus wird anders aussehen müssen als bisher geplant. Es gibt keine 8000 neuen zahlenden Zuschauer, die das Geld wieder einfahren. Zwar wird derzeit gesagt, dass durch neue Logen und Mehreinnahmen beim Catering auch mehr Geld eingenommen wird; es erscheint uns aber fraglich, wie weit man damit kommt. Wir befürchten, dass der Umbau unter anderem durch massive Preiserhöhungen bezahlt werden könnte. Das lehnen wir ab. Gerade für jüngere oder sozial schlechter gestellte Fans muss Fussball bezahlbar bleiben. Ein Umbau in eine luxuriös ausgestattete Arena, bei dem die genannten Fans auf der Strecke bleiben, ist nicht akzeptabel und würde dem SV Werder schaden. Es wird oft betont, dass das “SV” im Vereinsnamen auch für “soziale Verantwortung” stehe. Wir erwarten, dass der Verein diesem Anspruch auch beim Umbau des Weserstadions gerecht wird.

Einen Verkauf des Stadionnamens lehnen wir selbstverständlich weiterhin ab.

2. Wir befürchten durch das Heranziehen der Kurven einen Verlust von Stehplätzen. Das Gegenteil ist wünschenswert: Fussball braucht Stehplätze und zwar soviele wie möglich. Bei dem grossen Zuschauerinteresse an unserem Verein stellen Stehplätze auch die beste Möglichkeit dar, möglichst vielen Menschen einen Stadionbesuch zu ermöglichen. Einen Abbau von Stehlätzen zugunsten von Logen und Sitzplätzen darf es nicht mehr geben. Zusätzliche Stehplätze in der Westkurve wären eine Möglichkeit.

3. Der Umbau der Kurven bringt viele unserer Forderungen wieder neu ins Spiel, nachdem das zuletzt kein Thema mehr war. Wir denken dabei z.B. an unsere Forderung nach weniger Wellenbrechern, niedrigen Zäunen und mehr sanitären Anlagen.

4. Die Flutlichtmasten als Charakteristikum bleiben bestehen. Darüber freuen wir uns natürlich sehr.

5. Zuletzt fand sich beim Verein niemand, der mit uns über die Umbaupläne sprechen wollte. Wir hoffen, dass sich das bald ändert und die Fans wieder mehr im Focus der Planer stehen. Wünschenswert wäre dabei nicht nur ein Treffen zur Information, sondern auch die Möglichkeit für Interessierte, sich mit uns aktiv in die Gestaltung des Weserstadions einzubringen.

Weniger Ausbau, mehr Catering 

Abgelegt unter: Allgemein on Samstag, März 8th, 2008 by Bonde | 5 Kommentare

Radio Bremen meldet heute:

Das Weserstadion soll doch nicht mehr Plätze bekommen. Ein entsprechender Bericht des Weser-Kuriers wurde aus dem Aufsichtsrat bestätigt. Ursprünglich sollte das Stadion auf 50.000 Plätze ausgebaut werden.
Der Ausbau kommt, allerdings bleibt es bei 42.000 Zuschauer-Plätzen. Grund für die Kehrtwende sind höhere Kosten, vor allem wegen gestiegener Stahlpreise. Acht Millionen Euro zusätzlich hätte Werder Bremen in den Bau stecken müssen. Jetzt zieht der Verein die Notbremse: Die Kosten werden auf 60 Millionen gedeckelt. Dafür sollen unter anderem die Sanitären Anlagen erneuert und die Versorgung mit Speisen und Getränken verbessert werden. Eine weitere Kehrtwende: Die Laufbahn um das Spielfeld verschwindet, die Tribünen werden begradigt, die Bremer Arena wird jetzt doch ein reines Fußballstadion. Außerdem investiert Werder in Solarenergie, das Dach wird größer und es soll mehr Logen geben.

Wir haben auch noch keinen blassen Schimmer, wie genau man sich diesen Umbau nun vorstellen darf. Und wer weiss, vielleicht ändern sich die Pläne ja noch einmal. Wir werden nachfragen.

Perspektiven der Faninitiative 

Abgelegt unter: Allgemein on Donnerstag, Januar 17th, 2008 by Bonde | 2 Kommentare

Heute hat sich die Faninitiative Weserstadion nach einigen Wochen mal wieder zusammengesetzt, um die derzeitige Lage zu besprechen. Diese ist geprägt von der Entscheidung, nur eine abgespeckte Variante der Umbaupläne zu verwirklichen.

Als der SV Werder dies letztes Jahr bekannt gab, erledigten sich die meisten unserer Forderungen mit einem Schlag. Denn am bestehenden Stadion wird sich nur wenig ändern, der Ausbau beschränkt sich im Wesentlichen auf einen dritten Rang, das Dach und die Fassade. Alles andere bleibt beim alten, so dass der Gestaltungsspielraum gering ist. So verschwanden die Pläne, an denen wir mitarbeiten wollten, in der Schublade.

Was tun?

Wir möchten den Umbau weiterhin begleiten, weiter darauf drängen, dass Faninteressen berücksichtigt werden, auch wenn das nun in deutlich kleinerem Rahmen stattfindet. Ausserdem möchten wir auch langfristig dafür sorgen, dass die zweite Ausbaustufe, von der nun die Rede war, im Gespräch bleibt. Nüchtern betrachtet ist es sehr unwahrscheinlich, dass Werder diese Ausbaustufe mit Heranziehen der Kurven tatsächlich noch ernsthaft plant. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir bauliche Verbesserungen für die Fans fordern, in welcher Form auch immer das letztlich umgesetzt werden kann.

Kurzfristig hoffen wir, bald ein Gespräch mit den Verantwortlichen organisieren zu können, in dem wir über die konkreten aktuellen Umbaupläne informiert werden möchten. Am liebsten wäre uns dafür eine öffentliche Veranstaltung im Ostkurvensaal, bisher konnte das aber nicht realisiert werden.

Langfristig wollen wir das Thema Stadionumbau weiter behandeln und vorantreiben, auch wenn sich vorerst natürlich wenig tun dürfte.

Das Geld, das durch Spenden und T-Shirt-Verkäufe zusammen gekommen ist, liegt weiterhin auf dem Konto, da wir einfach so gut wie keine Ausgaben haben. Es wird dort bleiben, bis wir eine sinnvolle Verwendung dafür gefunden haben. Derzeit sehen wir aber keinen Bedarf, durch teure Aktionen auf uns aufmerksam zu machen, wenn wir dadurch ohnehin nichts gewinnen können. Das wird sich in Zukunft hoffentlich ändern, so dass wir das Geld zielgerichtet einsetzen können.

Herzlichen Dank noch einmal an alle, die uns unterstützt haben oder unterstützen werden.

Namensrechte nicht verkauft! 

Abgelegt unter: Allgemein on Samstag, Oktober 13th, 2007 by Bonde | 7 Kommentare

Werder schreibt:

Stadion-Ausbau: Bau- und Finanzierungskonzept abgesegnet

Der Aufsichtsrat der Bremer Weser-Stadion GmbH (BWS) hat auf einer Sitzung am Freitag das Bau- und Finanzierungskonzept für die Kapazitätserweiterung des Weser-Stadions verabschiedet. Demnach wird das Stadion – wie bereits in allen maßgeblichen Gremien vorgestellt – durch den Bau eines dritten Ranges ein Fassungsvermögen von ca. 50.000 Plätzen erhalten, die durch ein neues Dach geschützt werden. Eine attraktive Außenfassade wird dem Stadion eine neue Optik verleihen, eine Photovoltaik-Anlage zur Erzeugung von umweltfreundlicher Energie beitragen.

Die Finanzierung des Bauvorhabens fußt auf der Grundlage von Kooperationsvereinbarungen unter mehreren Partnern. Die Verhandlungen werden in Kürze abgeschlossen. Das Namensrecht wird nicht verkauft. Die Bezeichnung Weser-Stadion bleibt erhalten. Baubeginn soll Ende Dezember 2007 sein.

Wir sind glücklich, dass unsere Argumente anscheinend doch auf fruchtbaren Boden gefallen sind, und bedanken uns bei allen Entscheidungsträgern für dieses mutige Gegen-den-Strom-Schwimmen.

Diskussionsveranstaltung 

Abgelegt unter: Allgemein on Donnerstag, Oktober 11th, 2007 by Bonde | 2 Kommentare

ABGESAGT!

Es gab Absagen fürs Podium, ein neuer Termin wird nun gesucht und dann ggf. hier veröffentlicht.


Am Dienstag, dem 16.10., findet um 19h im Ostkurvensaal eine Diskussionsveranstaltung statt. Themen sind u.a.

Räume für Fans
Stehplätze
Bauablauf
Kartenverteilung, Kartenpreise und Umzug der Fans
Hamburger Variomodell
Erfahrungen mit dem Verkehrskonzept
Stadionname und Stadiongestaltung
Behinderte
Weiterbau

Auf dem Podium werden voraussichtlich sitzen:

Manni Müller
Ein Vertreter der Sportdeputation
KK für die Faninitiative Weserstadion
Andreas Hundsdörfer
Rainer Ramke
Thomas Hafke
Wir sehen uns!

Stadionname verkauft? 

Abgelegt unter: Allgemein on Mittwoch, Oktober 10th, 2007 by Bonde | Keine Kommentare

Radio Bremen meldet:

Weserstadion wird ausgebaut
Die Bremer Weserstadion GmbH will übermorgen über den Ausbau des Weserstadions entscheiden. Die Arena soll einen dritten Rang bekommen und dann 50-tausend Zuschauer fassen. Vorgesehen sind auch ein neues Dach und eine moderne Fassade. Die Kosten in Höhe von knapp 60 Millionen Euro will die Gesellschaft unter anderem durch den Verkauf des Stadionnamens finanzieren. Das soll in den kommenden zehn Jahren jährlich 2,8 Millionen Euro bringen. Öffentliche Zuschüsse oder Bürgschaften soll es nicht geben.

Angesichts der genannten konkreten Summe dürfte das also schon beschlossene Sache sein. Wir sind enttäuscht und gespannt auf den neuen Namen.

Nachtrag, Werder dementiert:

Werder-Geschäftsführer Manfred Müller: „Eine Entscheidung über das Namensrecht am Weser-Stadion stand bisher nicht an. Wir haben immer betont, dass dies ein Mittel zur Finanzierung des Stadionausbaus sein kann. Wir streben aber nach wie vor eine intelligente Lösung an, die allen Beteiligten gerecht wird.“

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