Forderungen

Allgemeines

Wir wünschen uns, dass der Stadionname erhalten bleibt. Seit Generationen gehen die Fans ins Weserstadion, benannt nach dem Fluss, der unsere Stadt so prägt. Das Weserstadion schafft insbesondere durch seinen Namen eine Identifikation der Bremer mit ihrem Verein. Wir sind davon überzeugt, dass diese einen mindestens so großen Wert hat wie die Förderung eines großen Namenssponsors. Genauso sollten auch die Tribünen und Kurven ihre angestammten Namen behalten. -> Näheres gibt´s hier.

Wir haben uns für den Erhalt der Flutlichtmasten eingesetzt. Mit ihnen ist das Stadion elementarer Bestandteil des Bremer Stadtbildes. Kein Verein in Deutschland kann von sich behaupten, ein derart markantes Markenzeichen als Stadion zu haben. Wir setzen uns dafür ein ein, dass das Stadion auch nach dem Umbau ein individuelles Äußeres hat und von Ferne zu sehen ist. -> Eine längere Erklärung zu diesem Punkt gibt´s hier.

Eine grün-weiße Farbgebung im Innern des Stadions würde klar machen, wem dieses Stadion gehört, nämlich dem SV Werder Bremen.

Wir wollen einen freien Umlauf im ganzen Stadion, damit alle Werder-Fans, egal in welchem Bereich des Stadions sie das Spiel verfolgen, sich in ihrem Wohnzimmer treffen können.

Im neuen Weserstadion braucht es, insbesondere für die Besucherinnen, dringend mehr sanitäre Anlagen, die bisherigen sind dem Ansturm in den Halbzeitpausen nicht gewachsen.

Wir fordern eine freie Sicht auf das gesamte Spielfeld, insbesondere  Werbebanden sollen den Genuss mindern, unsere Mannschaft spielen zu sehen. Wenn sich Fangnetze nicht vermeiden lassen, sollten sie sich der jeweiligen “Gefahrenlage”, dass etwas aufs Spielfeld fliegt, anpassen lassen und möglichst unsichtbar sein.
Die Tribüne sollte auf Spielfeldhöhe beginnen, damit jeder Zuschauer dem Geschehen auf dem Platz so nahe wie möglich ist.

Wir wünschen uns einen geschützten, trockenen Bereich im Stadion für Fans im Rollstuhl. Dies könnte entweder durch Überdachtung der jetzigen Plätze erreicht werden, oder durch einen Umzug. Auch in anderen Städten liegen die Rolliplätze höher im Block. Außerdem ist eine bessere Abtrennung dieser Plätze von Auf- und Durchgängen nötig, damit diese Fans das Spiel ohne ständige Störungen verfolgen können.

Wir wünschen uns Barrierefreiheit im Weserstadion für alle Fans. Damit sind zum einen die Wege zum Stadion und Zugänge zu den Tribünen gemeint, die auch für Fans mit Gehbehinderungen gang- und erreichbar sein sollen. Außerdem wünschen wir innenarchitektonische Ergänzungen wie Braillebeschriftungen an Türen und Aufgängen, Angebote wie Kopfhörer mit Spielkommentar für blinde Zuschauerinnen und Zuschauer sowie Visualisierung von Ansagen für Gehörlose auf den Anzeigetafeln.

Beim Bau sollte darauf geachtet werden, dass das Stadion so angelegt ist, dass von der Stimmung auf den Rängen möglichst viel bei den Spielern ankommt. Umgekehrt sollte die Beschallung der Fans durch den Stadionsprecher, Musik und Werbung besser abgestimmt sein. Die Akustik muss stimmen.

Alle Forderungen, die wir für uns Werder-Fans stellen, möchten wir auch für unsere Gäste umgesetzt sehen. Im Gästeblock sollte insbesondere keine Plexiglasscheibe als Zaun dienen, wir haben in anderen Stadien sehr schlechte Erfahrungen mit diesen Barrieren gemacht.


Spezielle Faninteressen

Wir wünschen uns mehr Stehplätze. Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir denken, dass Stehplätze eine gute (vielleicht die einzige) Möglichkeit darstellen, die derzeitige Zuschauerzahl zu halten oder vielleicht sogar zu steigern und so den zahlreichen Fans, die auf eine Dauerkarte warten, zu ihrem Stadionerlebnis zu verhelfen. Ganz “nebenbei” ist ein höherer Anteil an Stehplätzen gut für die Stimmung und kann der Mannschaft so helfen, ein schwieriges Spiel nochmal zu drehen.
Zum Anheizen der Fans sind ein Vorsängerpodest sowie Vorrichtungen für Trommeln nötig. Vorsänger und Trommeln koordinieren den Support und sind besonders in einer größeren Ostkurve unverzichtbar. Auch im Gästeblock sollte es solche Vorrichtungen geben. Wünschenswert wäre auch eine integrierte Anlage für den Vorsänger, die auf die Akustik des neuen Stadions Rücksicht nimmt, damit seine Ansagen genau bei denen ankommen, die supporten wollen.
Beim Neubau der Kurven sollte bedacht werden, dass mehr Platz für Zaunfahnen geschaffen wird, der auch nicht durch Werbung verdeckt sein sollte.
Im Stehplatzbereich der Ostkurve ist es dringend notwendig, dass eine neue Lösung für die Verwahrung der für den internationalen Wettbewerb vorgeschriebenen Sitzplätze gefunden wird. Die aktuelle Lösung engt die Fans in ihrer Bewegungsfreiheit ein und ist schlecht für die Stimmung im Block. Stattdessen wäre ein System wie beispielsweise im Hamburger Gästeblock wünschenswert.

Wir wollen einen zusammenhängenden Fanblock, damit die Stimmung nicht immer im gleichen Block stecken bleibt. Die angesprochene Neuorganisation der Wellenbrecher würde anders angeordnete Aufgänge zulassen. Wir würden uns freuen, verschiedene Möglichkeiten mit dem Verein zu erörtern. Außerdem sollte die Kurve nicht durch den Spielertunnel getrennt werden.

Wir wollen uns als Fans an der Gestaltung der Räumlichkeiten in der Ostkurve beteiligen. Denkbar wäre zum Beispiel, den Fans Wände zur Bemalung zu überlassen.

In der Fankurve sollten unserer Meinung nach auch die Fans ihre eigenen Räumlichkeiten haben. Dazu gehört der Ostkurvensaal, im Rahmen der Vergrößerung wäre es aber angemessen, den Fans zusätzliche Räume, insbesondere zur Aufbewahrung von Fahnen und anderen Utensilien zur Verfügung zu stellen.


Organisatorisches

In der Phase des Umbaus wollen wir uns aktiv an dieser Baustelle beteiligen. Dazu gehört, dass die Fans über den aktuellen Stand informiert werden und Gelegenheit haben, mit den Verantwortlichen über die bestmöglichen Lösungen zu reden. Insbesondere an der Planung der Ausweichmöglichkeiten während des Umbaus wollen wir beteiligt werden.

Der Verein hat die Verantwortung, dass alle, auch die sozial schwachen und jüngeren Werder-Fans, sich den Stadionbesuch leisten können. Deshalb darf es durch den Umbau nicht zu Preiserhöhungen kommen.

Bei der Verteilung der Dauerkarten im Sitzplatzbereich der Ostkurve sollte besondere Rücksicht auf die Fanclubs genommen werden. Sie sind eine tragende Kraft in der Bremer Fanszene, sie sind es, die die Stimmung überschwappen lassen und verdienen somit eine bevorzugte Behandlung. Für die Käufer von Tageskarten für den Stehplatzbereich wünschen wir uns einen gesonderten Verkaufsmodus, da diese mit ihren einfachen Wünschen nicht auf die Sonderwünsche der Sitzplatzkartenkäufer warten müssen.

Bei der Gastronomie im Stadion hoffen wir, dass der Umbau genutzt wird, um hier bessere Verhältnisse zu schaffen. Es sollte möglich sein, mit dem Pausenpfiff in den Halbzeittreff zu gehen, ohne dort das erste Tor nach dem Seitenwechsel zu verpassen. Ganz entschieden setzen wir uns für eine Beibehaltung der Bargeldzahlung ein, die Chipkartensysteme anderer Vereine haben als unpraktisch und unzuverlässig erwiesen.

Bei der Neugliederung des Verkehrskonzeptes, insbesondere der Park&Ride-Möglichkeiten, hoffen wir, dass die Interessen der Fans von weiter außerhalb hinreichend berücksichtigt werden.

Auch für RollstuhlfahrerInnen muss hier einiges verbessert werden. Derzeit sind die Parkplätze viel zu eng. Außerdem ist fester Belag hier noch wichtiger als bei den übrigen Plätzen. Rollifahrende bewegen die Reifen ihrer Fahrzeuge per Hand, und dies ist bei schlechtem Wetter eine matschige und nicht weiter tragbare Angelegenheit.

Auch an die Fans, die mit dem Fahrrad zu den Spielen des SV Werder kommen, sollte im Rahmen des Umbaus gedacht werden. Für ihre Drahtesel sollte es zumindest einen großen Parkplatz mit reichlich Fahrradständern und guter Beleuchtung geben.

Rollstuhlfahrenden und gehbehinderten Fußballfans, die Werderspiele besuchen, sollen nicht weiter steile, unbefestigte, schmutzige oder Kopfsteinpflasterwege zum Weserstadion zugemutet werden. Dies betrifft z.B. den Gehweg vom Busausstieg am Osterdeich bis zum Stadiontor.